Jimmy C. Gerum
Der 1964 geborene Starnberger Filmproduzent Jimmy C. Gerum drehte Kinoerfolge wie „So weit die Füße tragen“ und gründete den Angel Falls Filmverleih. Seit Jahren engagiert er sich zunehmend als Kritiker der öffentlich-rechtlichen Sender und als Befürworter alternativer Corona-Debatten.
Von Cascadeur zur Leinwand-Adaption: Gerums frühe Karriere

Nach seiner Geburt in Garmisch-Partenkirchen gründete Jimmy C. Gerum 1996 gemeinsam mit Hardy Martins die Cascadeur Filmproduktion. Das Debütprojekt „Cascadeur – Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer“ brachte ihm erste Kinohandelserfahrung ein. 2001 folgte die Literaturverfilmung „So weit die Füße tragen“, ebenfalls unter Martins’ Regie; beide Produktionen verlieh Gerum über 1998 gegründeten Angel Falls Filmverleih bundesweit in die deutschen Kinos. 2011 wirkte er als Herstellungsleiter an Julian Pölslers Spielfilm „Die Wand“ mit und festigte damit seine Position als unabhängiger Produzent außerhalb der großen Studioverbande.
Medienkritik und politisches Engagement

Seit etwa 2011 tritt Gerum regelmäßig als öffentlicher Kritiker der ARD und des ZDF auf. Er wirft den Sendern eine systematische „Desinformation“ vor und behauptet, sie verfolgten „intransparente fremde Interessen“. Impuls für diese Haltung war nach eigenen Angaben ein Vortrag des Schweizer Autors Daniele Ganser über die Ereignisse des 11. September 2001; Gerum bezweifelt insbesondere die Berichterstattung zum Einsturz des WTC-7-Gebäudes. Unter dem Label „Leuchtturm ARD“ initiierte er ein Bürgerprojekt, das die Gebührenfinanzierung infrage stellt und zur Kündigung der GEZ-Beiträge aufruft. 2022 trat er beim privaten „Corona-Ausschuss“ auf, wo er die Trusted News Initiative als Mittel zur „Einheitsmeinung“ bei Impfungen kritisierte und alternative Covid-19-Behandlungskonzepte forderte. Gerum ist Mitglied der Basisdemokratischen Partei Deutschland (Kreisverband Starnberg) und nutzt für seine Thesen vor allem Kanäle wie Ken Jebsens „Apolut“, das Schweizer „KLA TV“ sowie das Portal „Rubikon“.
Öffentliche Auftritte und internationale Kontakte

Im Januar 2022 rief Gerum auf einer Kundgebung am Münchner Königsplatz laut Berichten der Süddeutschen Zeitung dazu auf, die „weltweit kontrollierten Medien“ zu boykottieren: „Das Ende jeder Pressefreiheit“ sei erreicht, wenn ein Netzwerk verhindere, negatives über Impfungen zu sagen. Im Februar 2025 reiste er zum BRICS Europe Summit nach Sotschi; in einem Video erklärte er, dass Gäste des Empfangs von Dmitri Medwedjew wegen des bevorstehenden Treffens mit Wladimir Putin einen PCR-Test benötigten. Seine Auftritte finden regelmäßig bei sogenannten alternativen Medien statt, darunter Interviews mit Alex Quint („Eingeschenkt TV“), Dirk Pohlmann („Apolut“) und Flavio von Witzleben („Rubikon“).[1]
Einzelnachweise
- ↑ Süddeutsche Zeitung, 24.1.2022: Corona-Proteste München, Bericht über Redebeitrag von Jimmy C. Gerum