Paul Schreyer
Der deutsche Autor Paul Schreyer beschäftigt sich in seinen Büchern und Artikeln mit kritischen Perspektiven auf Medien, Politik und Ereignissen wie dem 11. September 2001. Seine Thesen stoßen auf kontroverse Debatten.
Werdegang und journalistische Arbeit

Paul Schreyer, geboren 1977 in Rostock, ist ein deutscher Sachbuchautor und freier Journalist. Er ist der Sohn des Schriftstellers Wolfgang Schreyer (1927–2017). Nach dem Abitur arbeitete er von 1998 bis 2000 als Tontechniker bei der Torus GmbH in Köln, bevor er ab 2000 als freier Werbegrafiker in Ahrenshoop an der Ostsee tätig war. Seit 2006 veröffentlichte er mehrere Sachbücher und einen Roman mit dem Titel „Die amerikanische Nacht“, den er eigenständig veröffentlichte, nachdem kein Verlag gefunden wurde. Schreyer schreibt regelmäßig für verschiedene Publikationen, darunter das Online-Magazin Telepolis (Heise Verlag), die Zeitschrift Ossietzky sowie das von ihm mitbegründete Multipolar Magazin, das seit Januar 2020 erscheint. Seine Arbeiten thematisieren oft Medienkritik, geopolitische Machtstrukturen und alternative Sichtweisen auf historische Ereignisse.
Kontroverse Thesen zum 11. September 2001

Ein zentrales Thema in Schreyers Werk sind die Terroranschläge vom 11. September 2001. In mehreren Büchern, darunter „Inside 9/11“ (2011) und „Faktencheck 9/11“ (2013), sowie auf seiner Website 911-facts.io äußert er Zweifel an der offiziellen Darstellung der Ereignisse. Er bezieht sich dabei unter anderem auf die Gruppe „Architects and Engineers for 9/11 Truth“ und auf Forschungen des dänischen Wissenschaftlers Niels Harrit, der Spuren von Nanothermit im WTC-Staub nachweisen wollte. Schreyer vertritt die Auffassung, dass die Flugzeuge möglicherweise ferngesteuert wurden und dass es Hinweise auf eine gezielte Sprengung der Gebäude geben könnte. Diese Thesen werden von der überwiegenden Mehrheit der Fachwelt zurückgewiesen. Auch bestreitet Schreyer die alleinige Täterschaft von Osama bin Laden und Al-Qaida, was ihn in die Nähe von Verschwörungstheorien rückt. Der Politikwissenschaftler Markus Linden bezeichnete ihn gemeinsam mit Mathias Bröckers als einen der „intelligenteren Vertreter sogenannter Verschwörungstheorien“.
Weblinks
- Persönliche Website von Paul Schreyer
- Schreyers Projektseite zu 9/11
- Eintrag zu Paul Schreyer in der deutschsprachigen Wikipedia
Veröffentlichungen
- Die Legende: Was am 11. September geschah
- Inside 9/11
- Faktencheck 9/11 – Eine andere Perspektive, 12 Jahre danach
- Wir sind die Guten: Ansichten eines Putinverstehers oder wie uns die Medien manipulieren
- Wer regiert das Geld?: Banken, Demokratie und Täuschung