Michael Leitner
Michael Leitner ist ein deutscher Autor und Filmemacher, der seit Jahren mit provokanten Thesen zu Impfungen, AIDS und Virusausbrüchen auffällt. Seine Arbeiten werden in alternativen Kreisen verbreitet – und von Faktencheckern kritisch hinterfragt.
Vom Mainstream-Journalisten zum impfkritischen Filmemacher

Michael Leitner arbeitete in den 1990er und 2000er Jahren für etablierte Medienhäuser wie WDR, RTL, ProSieben und die Deutsche Welle. Er produzierte Beiträge für Print- und Fernsehsender, betätigte sich als PR-Berater und schrieb Texte für den Vertrieb von Nahrungsergänzungsmitteln. Seit Mitte der 2000er-Jahre veröffentlicht er zunehmend eigene Filme und Bücher, in denen er Impfungen, Virusausbrüche und die offizielle Infektionslehre in Frage stellt. Dabei bedient er sich häufig der Rhetorik der „Impfkritik“ und verbreitet Thesen, die in der wissenschaftlichen Gemeinschaft als widerlegt gelten. Leitner bezeichnet sich selbst als „Autor und Filmemacher“, seine Inhalte erscheinen unter anderem auf Portalen wie „nuoviso.tv“, „wir-impfen-nicht.eu“ oder in Publikationen des Vereins „Netzwerk Impfentscheid“.
Filme gegen Impfungen: Von Schweinegrippe bis Schütteltrauma

Seit 2006 drehte Leitner mehrere dokumentarische Kurzfilme, die Impfungen als gefährlich oder überflüssig darstellen. In „H5N1 antwortet nicht“ (2006) behaupteten Interviewpartner, die Vogelgrippe sei eine „konstruierte Seuche“. Die Finanzierung übernahm der „Neue Impulse Treff“, ein Verein, der auch sonst gegen Schulmedizin mobilisiert. 2009 erschien „Heute Rinder, morgen Kinder?“, das die Blauzungenkrankheit bei Rindern mit späteren H1N1-Impfungen bei Menschen verknüpfte – ohne belastbare Daten für kausale Zusammenhänge zu liefern. Die DVD enthielt einen Spendenaufruf für eben jenen „Neue Impulse Treff“. 2014 folgte „Wir impfen nicht!“, in dem Aluminium- und Quecksilberverbindungen in Impfstoffen als „Zell- und Nervengift“ bezeichnet wurden. Der Film zitiert ausschließlich Impfgegner wie Christian Fiala oder Hans Tolzin; eine ausführliche faktische Gegenrede veröffentlichte später der Psiram-Blog. Mit „Fehldiagnose Schütteltrauma?“ (2017) griff Leitner ein strittiges Kapitel der Rechtsmedizin auf: Er inszenierte Säuglings-Tötungsdelikte möglicherweise als „durch Impfungen ausgelöste Symptome“. Das Werk erschien parallel zu einem Ratgeber des Vereins IN-ES, der Eltern in Verfahren unterstützen will, wenn sie des Shaken-Baby-Syndroms beschuldigt werden.
Weblinks
- PubMed-Eintrag der zurückgezogenen chinesischen COVID-19-Studie
- NPR-Bericht zur Retraction der Studie
- Rezension des Films „Wir impfen nicht!“ auf Psiram-Blog
Veröffentlichungen
- Mythos HIV: Eine kritische Analyse der AIDS-Hysterie
- Schütteltrauma – Gewaltanwendung oder Impffolge? Hintergründe und Fakten