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	<title>Osho - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Osho&amp;diff=913&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Osho» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:14:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Osho» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Osho, geboren 1931 in Madhya Pradesh, war ein indischer Philosophieprofessor, der als charismatischer Guru weltweit Anhänger fand. Seine Lehren kombinierten östliche Meditation mit westlicher Therapie und sorgten für Kontroversen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühe Jahre und akademische Laufbahn ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_37aee7ec_300px-Osho_rolls_winkend.jpg|thumb|right|Frühe Jahre und akademische Laufbahn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chandra Mohan Jain wurde am 11. Dezember 1931 in Kuchwada, einem Dorf im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh, als erstes von elf Kindern eines Tuchhändlers geboren. Die ersten sieben Lebensjahre verbrachte er bei seinen Großeltern. Die Familie gehörte der jainistischen Glaubensgemeinschaft an. Später bezeichnete sich Jain selbst als Atheisten und interessierte sich für Hypnose sowie politische Strömungen wie Kommunismus und Sozialismus. Er engagierte sich in der Unabhängigkeitsbewegung und unterstützte zeitweise die Indian National Army und den Rashtriya Swayamsevak Sangh. Mit neunzehn Jahren begann er ein Philosophiestudium am Hitkarini College in Jabalpur, wechselte jedoch nach Konflikten mit einem Dozenten an das D. N. Jain-College. 1955 schloss er dort mit einem Bachelor ab, 1957 folgte der Master an der University of Sagar. Danach lehrte er zunächst am Raipur Sanskrit College, später an der Universität Jabalpur, wo er 1960 zum Professor ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Hochschullehrer zum spirituellen Lehrer ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_37aee7ec_300px-Osho.jpg|thumb|left|Osho.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits während seiner akademischen Tätigkeit hielt Jain Vorträge in ganz Indien. Dabei kritisierte er die Verherrlichung von Armut durch Gandhi und den Sozialismus und forderte stattdessen Kapitalismus, Wissenschaft und Geburtenkontrolle als Wege aus der indischen Rückständigkeit. Auch den orthodoxen Hinduismus lehnte er ab und bezeichnete religiöse Systeme als heuchlerisch. Diese provokanten Ansichten verschafften ihm Aufmerksamkeit und erste Anhänger. 1966 gab er seine Universitätskarriere auf und widmete sich ganz der spirituellen Lehre. Unter dem Namen Acharya Rajneesh hielt er Vorträge auf Hindi, die vor allem indische Zuhörer anzogen. Seine frühen Meditationstechniken umfassten kathartische Elemente, und es entstanden erste Meditationszentren, sogenannte Jivan Jagruti Kendras. Eine Vortragsreihe über Sexualität, später unter dem Titel „Vom Sex zum kosmischen Bewusstsein“ veröffentlicht, brachte ihm den Medienbegriff „Sex-Guru“ ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der Neo-Sannyas-Bewegung und Aufbau des Ashrams ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_37aee7ec_350px-Osho_Bayern.jpg|thumb|right|Gründung der Neo-Sannyas-Bewegung und Aufbau des Ashrams]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 begann Rajneesh, Schüler in ein neues Sannyas-System zu initiieren. Diese „Neo-Sannyasins“ erhielten Sanskrit-Namen und trugen orange Kleidung sowie eine Mala mit 108 Perlen und einem Bild Rajneeshs. Im Gegensatz zum traditionellen asketischen Sannyas stand hier ein lebensbejahender Ansatz im Vordergrund. 1971 übernahm er den Titel Bhagwan Shree Rajneesh. Aufgrund gesundheitlicher Probleme und Platzmangels verlegte er 1974 mit seinen Anhängern den Schwerpunkt seiner Aktivitäten nach Poona (heute Pune). Dort entstand im Koregaon Park ein großer Ashram mit eigenen Betrieben wie Bäckerei, Käseproduktion, Töpferei und einem Gesundheitszentrum mit über neunzig Mitarbeitern. Die Zahl der westlichen Besucher stieg kontinuierlich, viele von ihnen gründeten nach ihrer Rückkehr Meditationszentren in ihren Heimatländern. Ein bedeutender Teil der Ashramorganisation lag in den Händen von Frauen, was auch feministische Gruppen auf ihn aufmerksam machte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapieangebote und wachsende Kritik ==&lt;br /&gt;
Ein zentrales Element des Ashram-Programms war die Kombination östlicher Meditation mit westlichen Therapieformen. Therapeuten des Human Potential Movement kamen nach Poona und boten Gruppen wie Encounter, Tantra oder Familienaufstellung nach Hellinger an. 1976 wurden zehn solcher Therapien angeboten, bis Ende der 1970er Jahre waren es rund achtzig. Teilweise wurden in Encounter-Gruppen auch sexuelle oder gewalttätige Konfrontationen zugelassen, was zu medialer Kritik führte. Berichte über Prostitution, Drogenhandel und Zwangsteilnahmen an Therapien verstärkten den negativen Ruf. Der in Indien verbotene Film „Ashram“ zeigte unzensiertes Gruppenmaterial und trug zur politischen Druckausübung bei. Der Ashram verlor seinen steuerbefreiten Status, es erging eine Rückforderung in Millionenhöhe. Pläne für einen Umzug nach Saswad oder Gujarat scheiterten an lokalem Widerstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übersiedlung in die USA und Gründung von Rajneeshpuram ==&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme und der zunehmenden Schwierigkeiten in Indien reiste Rajneesh am 1. Juni 1981 in die USA, zunächst nach Montclair in New Jersey. Seine Sekretärin Ma Anand Sheela hatte in Oregon die Big Muddy Ranch für 5,75 Millionen Dollar erworben. Dort entstand ab 1982 die Kommune Rajneeshpuram mit eigener Infrastruktur: Post, Schule, Feuerwehr, Einkaufszentren, ein Bussystem und ein Flughafen. Anhänger weltweit wurden aufgefordert, Geld in das Projekt zu investieren. Rajneesh selbst trat 1981 in eine „Schweigephase“ ein und hielt keine öffentlichen Vorträge mehr. Stattdessen fanden sogenannte Satsangs stil, bei denen in Stille zugehört wurde. Die Kommune wuchs schnell, doch auch in den USA eskalierten die Konflikte mit der Umgebung und den Behörden – ein Kapitel, das hier nicht weiter ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namenswechsel zu Osho und Tod ==&lt;br /&gt;
Von Anfang 1989 bis zu seinem Tod nannte sich Rajneesh Osho – ein Begriff aus dem Zen-Buddhismus, der „Mönch“ oder „Lehrer“ bedeutet. Er verstarb am 19. Januar 1990 in Pune im Alter von 58 Jahren. Die Osho-Bewegung besteht bis heute fort; das Ashram in Pune wird als „Osho Meditation Resort“ beworben und zielt auf ein internationales Publikum. Die Kontroversen um seine Person und Lehren halten an, während Anhänger seine Spiritualitätstechniken weitergeben und Meditationszentren in vielen Ländern unterhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://www.ekd.de/ezw/42714_berichte_ein_guru_im_wohnzimmer.php Osho-Bewegung – Informationen der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen]&lt;br /&gt;
# [http://www.relinfo.ch/osho/ashram.html Dossier Osho/Bhagwan beim Informationsdienst Relinfo]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
# [http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20020626_1bvr067091.html ↑ Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Markenschutz des Begriffs „Osho“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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