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	<id>https://faktenradar.net/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Oberon-Metatron-Diagnostik</id>
	<title>Oberon-Metatron-Diagnostik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T09:23:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Oberon-Metatron-Diagnostik&amp;diff=1131&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Oberon-Metatron-Diagnostik» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:26:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Oberon-Metatron-Diagnostik» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Die sogenannte Oberon- oder Metatron-Diagnostik wird als nicht-linearer Spektrograf zur Ganzkörperanalyse angepriesen. Geräte wurden ab 2004 in Deutschland vertrieben, obwohl eine medizinische Wirksamkeit nicht belegt ist.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Handelsstruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_a7f8e75b_Oberon1.jpg|thumb|right|Oberon1.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geräte, die unter Bezeichnungen wie Oberon-, Metatron- oder NLS-Diagnostik firmieren, wurden erstmals 2004 über die Hamburger Metavital Service GmbH unter der Geschäftsführung von Ljudmila Michajlova in Deutschland angeboten. Nachdem die Vertriebsvereinbarung 2006 beendet wurde, belieferte eine zweite Hamburger Firma namens „Recht in Russland“ (Inhaberin Natalia Sultanova) den Markt. Die Preise für ein Komplettsystem inklusive Software-Schulung bewegen sich längere Zeit zwischen 5.000 und 30.000 Euro. Parallel vertreiben europäische Niederlassungen des Moskauer Institute of Practical Psychophysics, gegründet 1990, die Technologie über eine tschechische Tochtergesellschaft mit Sitz in Prag. Die Geräte werden entweder verkauft oder im Franchise-Modell vermietet; Schulungen erfolgen meist als mehrtägige Seminare, in denen Teilnehmer lernen sollen, Befunde am Computerbildschirm zu interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Darstellung und Ablauf einer Untersuchung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_a7f8e75b_300px-Vladimir_Nesterov.jpg|thumb|left|Technische Darstellung und Ablauf einer Untersuchung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anwender erklären Kunden, das System kombiniere Biofeedback mit Elektroakupunktur nach Voll. Der Patient setzt einen speziellen Kopfhörer auf, der sowohl Signale aussendet als auch über einen integrierten Sensor die Körperreaktion erfassen soll. Vorab werden Beschwerden und ggf. vorliegende Laborwerte in ein Formular eingetippt. Die Software vergleicht die gemessenen Antworten mit einer internen Datenbank und erzeugt farbcodierte Diagramme, die angeblich Zell- und Chromosomenzustände widerspiegeln. Ein deutscher Vertrieb erklärt in Firmenunterlagen, Begriffe wie Diagnose oder Therapie dienten „lediglich zum besseren Verständnis“ und seien nicht im schulmedizinischen Sinn gemeint. Der TÜV Rheinland ordnete das Gerät 2006 den Bioresonanzgeräten zu. Eine Patentschrift beschreibt zusätzlich die Fähigkeit, die „Intuition“ des Probanden zu steigern. Laut Anwenderbericht verbot ein russischer Schulungsleiter, das Programm ohne menschlichen Probanden zu starten, da das Gerät ansonsten „zu brennen“ beginne; ein Test mit über einen Stuhl gelegtem Kopfhörer und eingegebenen Magenbeschwerden lieferte dennoch einen Computerausdruck mit der Diagnose „Magenkrankheit“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quantenphysikalische Behauptungen und wissenschaftliche Kritik ==&lt;br /&gt;
Werbeprospekte versprechen die weltweit einzige Fähigkeit zur „spektralen Analyse turbulenter Magnetfelder“ in lebenden Organismen. Weiter heißt es, das System messe die „bioelektrische Aktivität der Gehirnneuronen“, erfasse „Körperelektronen“ sowie deren „Spinabweichung“ und nutze einen Rauschgenerator, um eine Störwelle im „körpereigenen Biofeld“ zu erzeugen. Ein anderer Anbieter ergänzt, das Gerät erfasse „bioelektrische Phänomene der Entropiezunahme im Organismus“. Fachphysiker stufen diese Erklärungen als quantenmystische Analogien ohne experimentelle Evidenz ein. In der medizinischen Fachliteratur finden sich keine unabhängigen Studien, die eine diagnostische Validität belegen. Die Arbeitsgruppe „Wissenschaft“ der Münchner Ärztekammer zählt die Methode 2022 zu den „nicht wissenschaftlich anerkannten Verfahren“. Auch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte führt keine Zulassung für entsprechende Software- oder Hardware-Produkte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapieversprechen und regulatorische Einordnung ==&lt;br /&gt;
Neben der Diagnostik beanspruchen Anbieter eine therapeutische Komponente: Durch Übertragung bestimmter Frequenzen auf Wasser oder Milchzucker solle ein „natürlicher Spin“ auf genetischer Ebene wiederhergestellt und „Störfelder“ beseitigt werden. Die elektromagnetischen Schwingungen würden im Körperwasser gespeichert und könnten so fortwährend Heilreize setzen. Solche Angaben erfüllen in Deutschland den Straftatbestand der Heilmittelwerbung, wenn sie ohne nachgewiesene Wirksamkeit erfolgen. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung listet das Verfahren nicht im Leistungskatalog; private Krankenversicherer erstatten in der Regel keine Kosten. Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass schwerwiegende Erkrankungen durch verzögerten Arztbesuch dadurch möglicherweise später erkannt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patente, Personen und historische Bezüge ==&lt;br /&gt;
In den USA wurde 2003 das Patent US 6549805 B1 erteilt, das ein „Torsion diagnostic system utilizing non-invasive biofeedback signals“ beschreibt. US-Patente garantieren jedoch keine funktionierende Technik, sondern schützen lediglich die Idee. Genannt wird unter anderem Vladimir Igorevich Nesterov, der sich selbst als Professor bezeichnet und das Institute of Practical Psychophysics leitet. In Werbematerialien führt er unter anderem eine „I.-Pawlow-Medaille“ der privaten Russischen Akademie der Naturwissenschaften auf, die wissenschaftlich keine Relevanz besitzt. Als historische Wegbereiter werden ein Prof. White von der Princeton University sowie der Mathematiker Hartmut Müller und ein Dr. Nesterow genannt, die angeblich schon in den 1940er-Jahren das „weiße Hintergrundrauschen“ als Grundlage allen Lebens erforschten. Nachweisliche Publikationen hierzu in anerkannten Fachjournalen existieren nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/electro.html Quackwatch: Electrodiagnostic Devices]&lt;br /&gt;
# [http://www.devicewatch.org/eav/letter-to-fda.shtml DeviceWatch: Letter to FDA on EAV Devices]&lt;br /&gt;
# [http://humanism.al.ru/en/articles.phtml?num=000013 Russian Humanist Society: Article on Oberon (ZS-magazine)]&lt;br /&gt;
# [http://cyclowiki.org/wiki/Метатрон_(аппарат) Cyclowiki: Метатрон (аппарат) (Russian)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Nesterov V. (Ed.): Physical basics of informational interaction. Institute of Psychophysics, Vol. II, Moscow 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenheilslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strukturvertrieb]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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