<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://faktenradar.net/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kayvan_Soufi-Siavash</id>
	<title>Kayvan Soufi-Siavash - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://faktenradar.net/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kayvan_Soufi-Siavash"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://faktenradar.net/index.php?title=Kayvan_Soufi-Siavash&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-11T09:23:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Kayvan_Soufi-Siavash&amp;diff=227&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Kayvan Soufi-Siavash» angelegt/aktualisiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://faktenradar.net/index.php?title=Kayvan_Soufi-Siavash&amp;diff=227&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-05-10T21:27:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Kayvan Soufi-Siavash» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Vom RBB-Moderator zum umstrittenen Internetakteur: Die Stationen von Kayvan Soufi-Siavash, der als Ken Jebsen bekannt wurde, zeichnen ein Bild von medialer Selbstermächtigung und behördlicher Beobachtung.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft, Name und erste Medienjobs ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_90c585b9_360px-Ken_Jebsen_taz_Mai_2020.jpg|thumb|right|Herkunft, Name und erste Medienjobs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kayvan Soufi-Siavash wurde am 29. September 1966 in Krefeld geboren. In Iran verbrachte er seine frühe Kindheit, bevor die Familie nach Deutschland übersiedelte. Mehrere Waldorfschulen und eine Ausbildung zum Zimmermann prägten seine Jugend. Nach Gelegenheitsjobs – unter anderem als Seemann und in der Automobilzulieferung – gelangte er Ende der 1980er Jahre zu Radio Neufunkland in Reutlingen, wo er erste Moderationserfahrungen sammelte und sich den Spitznamen „Keks“ zulegte. Es folgten Stationen bei Deutsche Welle TV, der ProSieben-MorningShow und ab 2001 die Eigenproduktion „KenFM“ bei Radio Fritz im RBB-Programm. Der Künstlername „Ken Jebsen“ entstand, weil der bürgerliche Familienname deutschsprachigen Hörern als zu komplisch galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die RBB-Trennung und ihre Folgen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_90c585b9_320px-Ken_Jebsen_AUF1_TV.jpg|thumb|left|Die RBB-Trennung und ihre Folgen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 2011 geriet Soufi-Siavash unter Druck: In einer privaten E-Mail hatte er sich in schwer nachvollziehbarer Orthografie zur „Erfindung des Holocaust als PR“ geäußert. Der Journalist Henryk M. Broder veröffentlichte den Satz und warf ihm Antisemitismus vor. Weitere Beiträge – etwa die Bezeichnung der Terroranschläge vom 11. September 2001 als „warmer Abriss“ – verstärkten den Eindruck, dass journalistische Sorgfalt hinter verschwörungstheoretischen Spekulationen zurücktrete. Nach kurzfristiger Programmaussetzung und internen Prüfungen entließ der RBB den Moderator Ende 2011 endgültig. Die Entscheidung begründete die Senderleitung damit, dass zahlreiche Sendungen „nicht den journalistischen Standards“ genügten. Soufi-Siavash konterte via YouTube und verlagerte das Konzept ins Netz: Die Webseite kenfm.de ging online, finanziert über Crowdfunding und Spenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== KenFM, Apolut und ein Netz von Firmen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_90c585b9_320px-Stefan_Magnet_Ken_Jebsen_Martin_Sellner_X_Nov_2024.jpg|thumb|right|KenFM, Apolut und ein Netz von Firmen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 2021 publizierte Soufi-Siavash unter dem Label KenFM wöchentliche Videointerviews mit Politikern, Publizisten und Wissenschaftlern. Mit dem Umzug des Projekts auf apolut.net übernahm die apolut GmbH die redaktionelle Verantwortung, Geschäftsführerin ist die ehemalige KenFM-Interviewerin Lena Lampe. Parallel gründete Soufi-Siavash 2021 den gemeinnützigen Verein „Soufisticated e. V.“, dessen Vorstand sich aus Personen des alternativen Mediensektors rekrutiert. Recherchen zeigen ein komplexes Firmengeflecht: Die zypriotische Apolut Creatives Limited, die US-amerikanische Competent Content LLC und einzelne deutsche Dienstleister wie „sector b“ fungieren als Produktions- und Lizenzpartner. Die Finanzströme laufen über Konten bei Volksbank Pirna, später über die britisch-litauische Revolut Bank und die Geldüberweisungsplattform WISE. Die Volksbank kündigte 2024 das Konto; offizielle Angaben zur Vermögensverschiebung liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfassungsschutz, Plattform-Sperren und juristische Scharmützel ==&lt;br /&gt;
Seit März 2021 führt der Berliner Verfassungsschutz Soufi-Siavash und seine Plattform als „Verdachtsfall“. Begründet wird die Einordnung mit der systematischen Verbreitung von Desinformation und die Verstärkung der „Querdenker“-Szene. YouTube löschte 2020 den Hauptkanal KenFM, 2024 folgte die Sperrung eines Ersatzkanals wegen „Umgehung bestehender Maßnahmen“. Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) leitete 2021 ein Verfahren gegen den Internetstream ein, weil Programmaufzeichnungen „nicht den Anforderungen an die journalistische Sorgfaltspflicht“ genügten. Soufi-Siavash kündigte daraufhin an, das Projekt „in die Freiheit Zyperns“ zu verlagern. Dort betreibt er mit dem deutschen Co-Produzenten Florian Wilk die bereits erwähnte Apolut Creatives Limited.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltliche Positionen und Kooperationen ==&lt;br /&gt;
In seinen Sendungen vertritt Soufi-Siavash wiederholt die These, die Anschläge des 11. September 2001 seien von US-Stellen inszeniert; westliche Geheimdienste würden Terrorakte wie den Angriff auf „Charlie Hebdo“ als „False-Flag-Operationen“ nutzen. Israel wirft er einen seit 40 Jahren andauernden „Völkermord“ an den Palästinensern vor und behauptet, „radikale Zionisten“ kontrollierten UN, IWF und westliche Medien. Kooperationen pflegt er mit dem russischen Auslandssender RT, dem österreichischen Portal AUF1 TV sowie zahlreichen Autoren, die teils dem rechtspopulistischen Spektrum zugerechnet werden. Für das Magazin „Compact“ schrieb er Beiträge, bevor dieses 2024 verboten wurde. Auch im Umfeld der Corona-Proteste 2020 trat er als Redner auf und bezeichnete staatliche Schutzmaßnahmen als „Zwangsimpfung“ und „Freiheitsberaubung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Entwicklungen und öffentliche Wahrnehmung ==&lt;br /&gt;
Nach eigenen Angaben lebt Soufi-Siavash heute in Larnaka auf Zypern. Die Produktion der wöchentlichen Sendung „CamFM“ läuft weiter, die Inhalte werden über apolut.net, Telegram und kleinere Videoplattformen verbreitet. Der Berliner Verfassungsschutz dokumentiert weiterhin Verbindungen zur deutschen „Querdenker“-Szene; die Finanzierung erfolgt nach wie vor über Spenden und Abo-Modelle. In der medienwissenschaftlichen Debatte gilt er als Paradebeispiel für die „Entgrenzung“ journalistischer Standards im Internet. Kritiker werfen ihm vor, antisemitische Verschwörungsmythen zu verbreiten und rechtsextreme Narrative zu normalisieren. Soufi-Siavash selbst sieht sich als „unabhängiger Korrespondent“, der gegen eine vermeintliche Meinungsdiktatur von „Mainstream-Medien“ anschreibe. Ob die juristischen und behördlichen Schritte die Reichweite seiner Inhalte dämpfen, bleibt offen: Die Zahl der Abrufe auf alternativen Plattformen ist weiterhin in sechsstelligem Bereich, neue Kanäle entstehen, sobald alte gesperrt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [https://www.spiegel.de/panorama/leute/verschwoerungstheoretiker-ken-jebsen-ein-verbales-maschinengewehr-a-81948d79-f7b3-428e-9506-04a9bd56cd29 Spiegel-Plus: Wie aus Kayvan Soufi-Siavash der Verschwörungsideologe Ken Jebsen wurde]&lt;br /&gt;
# [https://www.zeit.de/kultur/2021-06/ken-jebsen-podcast-verschwoerung-cui-bono/komplettansicht ZEIT-Gespräch: Ken Jebsen und die Verschwörungskultur]&lt;br /&gt;
# [https://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/biografien-von-verschwoerungsideologen-erst-friedensaktivist-jetzt-corona-verharmloser/27064482.html Tagesspiegel: Biografien von Verschwörungsideologen]&lt;br /&gt;
# [https://www.swr3.de/aktuell/fake-news-check/faktencheck-ken-jebsen-kenfm-bill-gates-corona-100.html SWR3-Faktencheck zu KenFM-Inhalten]&lt;br /&gt;
# [https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-kenfm-jebsen-faktencheck-100.html ZDF-Faktencheck: Corona-Verschwörungen auf KenFM]&lt;br /&gt;
# [https://correctiv.org/recherchen/neue-rechte/artikel/2016/12/30/medien-kenfm-ken-jebsen/ Correctiv: Neue Rechte und Medienprojekte wie KenFM]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
# [https://www.spiegel.de/panorama/leute/verschwoerungstheoretiker-ken-jebsen-ein-verbales-maschinengewehr-a-81948d79-f7b3-428e-9506-04a9bd56cd29 Der Spiegel, 17.6.2020: „Heute ist Soufi-Siavash alias Ken Jebsen einer der erfolgreichsten Verschwörungsideologen Deutschlands.“]&lt;br /&gt;
# [https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/verfassungschutz-kenfm-101.html Tagesschau-Recherche: Verfassungsschutz beobachtet KenFM seit März 2021]&lt;br /&gt;
# [https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/neuer-aerger-fuer-ken-jebsen-medienanstalt-berlin-brandenburg-leitet-verfahren-gegen-kenfm-ein/27165098.html Tagesspiegel: MABB-Verfahren gegen KenFM wegen Verstoßes gegen journalistische Sorgfaltspflicht]&lt;br /&gt;
# [https://correctiv.org/aktuelles/wirtschaft/2023/11/27/dieser-bank-vertrauen-extremisten/ Correctiv: Bankgeschäfte von Apolut und verwandten Projekten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
	</entry>
</feed>