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	<title>Jouwatch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T10:23:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Jouwatch&amp;diff=1215&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Jouwatch» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:29:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Jouwatch» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Seit 2011 betreibt der Verein „Journalistenwatch e.V.“ das Portal Jouwatch, das sich als „Gegenöffentlichkeit“ versteht. Recherchen zeigen enge Verbindungen zur AfD, zur Identitären Bewegung und zu US-amerikanischen Think-Tanks.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation und veränderte Sitzstrukturen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_47dc8e19_420px-Jouwatch_Metropolico_Identitaere_BPE_Pax_Europa_2017.jpg|thumb|right|Organisation und veränderte Sitzstrukturen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Domain journalistswatch.com ging 2011 online; betrieben wird das Projekt seit 2013 durch den eingetragenen Verein „Journalistenwatch e.V. – Verein für Medienkritik und Gegenöffentlichkeit“. Die Satzung sieht laut Bundesanzeiger die Förderung von Presse- und Meinungsfreiheit vor. Zwischenzeitlich lautete der Vereinssitz Berlin, ab Ende 2015 Jena (Thüringen), danach Meißen (Sachsen) und schließlich Neutraubling (Bayern). Seit 2022 führt das Impressum eine ungarische Adresse in Lengyeltóti sowie den Autor Max Erdinger als technischen Redaktionsleiter. Erdinger publiziert parallel für den russischen Auslandssender RT Deutsch. Die Domain selbst stand zeitweise auf den Namen von Rita Kirschnick und später Conny Axel Meier, beide mit derselben ungarischen Adresse. Nach Angaben des bayerischen Finanzamts Neutraubling wurde dem Trägerverein 2019 die Gemeinnützigkeit entzogen; Spenden sind seitdem nicht mehr abzugsfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wechsel in der Redaktion und strategische Personaldecke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_47dc8e19_420px-Jouwatch-has-fallen-erneuter_terrorangriff.jpg|thumb|left|Wechsel in der Redaktion und strategische Personaldecke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründungsvorstand und erster Chefredakteur war Thomas Böhm, zuvor Mitbegründer der Partei „Die Freiheit“ und später Bundesgeschäftsführer der Bürgerbewegung Pax Europa. 2017 übernahm seine Ehefrau Marilla Slominski offiziell den Vorsitz, bevor 2022 Max Erdinger als Herausgeber genannt wurde. Weitere Autoren sind der ehemalige baden-württembergische Landtagskandidat der „Freiheit“ Michael Stürzenberger, der Publizist Vera Lengsfeld, der Verleger Götz Kubitschek und – in Einzelbeiträgen – der ehemalige österreichische Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Für die sozialen Medien zeichnet laut seinem eigenen Facebook-Profil der bayerische AfD-Kommunalpolitiker Johannes „Hannes“ Normann verantwortlich, der zugleich Administrator der deutschsprachigen Seite von NewsFront ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltliche Schwerpunkte und Kritik an etablierten Medien ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_47dc8e19_Middle_East_Forum.jpg|thumb|right|Inhaltliche Schwerpunkte und Kritik an etablierten Medien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jouwatch versteht sich als „Autorenmagazin“ gegen eine vermeintliche „Einheitsmeinung“. Artikel durchziehen durchgehend die These, klassische Redaktionen betrieben bewusste Desinformation, weshalb sie wiederholt pauschal als „Lügenpresse“ bezeichnet werden. Die Berichterstattung konzentriert sich auf Themen wie Einwanderung, Islam, Kriminalstatistiken und politische Korrektheit. Dabei werden isolierte Vorfälle oft ohne Kontextualisierung hochgerechnet; Migranten beispielsweise erscheinen wiederholt unter Stigmata wie „Terror-Goldstücke“ oder „Macheten-Fachkräfte“. NDR-Panorama attestierte dem Portal 2019 „regelrechte Hetze gegen Flüchtlinge“. In einem Fall verbreitete Jouwatch 2017 die Falschmeldung, Hamburg habe private Wohnungen für Asylbewerber enteignet; die Geschichte stammte unverändert vom US-Blog Gatestone Institute, der wiederum vom Middle East Forum finanziell gefördert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vernetzung mit Parteien, Bewegungen und ausländischen Akteuren ==&lt;br /&gt;
Recherchen von Correctiv und Zeit Online belegen wiederholte Kooperationen mit der AfD: Artikel berichten wohlwollend über Wahlergebnisse, Veranstaltungen werden als Live-Ticker begleitet und Spendenaufrufe platziert. Auf der Seite erscheinen Anzeigen und Videoclips der Identitären Bewegung Österreichs; Chef Martin Sellner erhielt mehrfach Einladungen zur Gastautorenschaft. Der US-Think-Tank Middle East Forum (MEF) um Daniel Pipes bestätigte laut eigener Website „projektbezogene Förderungen“ für Jouwatch. Das MEF, 1990 gegründet, setzt sich für eine robuste US-Position im Nahen Osten ein und finanziert unter anderem Blogs wie „Islam Watch“. Bei einem Berlin-Treffen im März 2019 sprach Pipes mit AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier und Jürgen Braun; Interviews erschienen anschließend auf Jouwatch, Philosophia Perennis und PI-News.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juristische Auseinandersetzungen und Einschränkungen ==&lt;br /&gt;
2018 verlor Jouwatch einen Zivilprozess wegen unzutreffender Zitate und zahlte 3.000 Euro Schmerzensgeld. Das Landgericht wies den Vorwand zurück, ein „Ein-Mann-Betrieb“ unterliege nicht der Sorgfaltspflicht professioneller Redaktionen. Den Urteilsfolgend kommentierte das Portal als „Hexenjagd des linken Winkels der Republik“ und warb mit Spendenaufrufen zur Deckung der Kosten. Im Oktober 2016 sperrte McDonald’s Deutschland die Seite in rund 1.400 Restaurants aus; das Unternehmen verwies auf Verstöße gegen Jugendschutzrichtlinien. Auch das thüringische Landeskriminalamt distanzierte sich nach einem im Umfeld kursierenden Video, das behauptete, eine ehemalige LKA-Leitung nutze Jouwatch zur Information. Ein Sprecher erklärte, die Äußerung stamme aus einem veralteten Interview und sei nicht als offizielle Empfehlung zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [https://www.bundesanzeiger.de Eintrag Journalistenwatch e.V. im Bundesanzeiger]&lt;br /&gt;
# [https://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Nach-Panorama-Beitrag-Journalistenwatch-nicht-mehr-gemeinnuetzig,jouwatch100.html NDR-Panorama: Gemeinnützigkeit entzogen]&lt;br /&gt;
# [https://correctiv.org/faktencheck/hintergrund/2019/05/24/der-geldgeber-wie-das-middle-east-forum-die-europaeische-rechte-finanziert Correctiv: Wie das Middle East Forum die europäische Rechte finanziert]&lt;br /&gt;
# [https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-07/journalistenwatch-rechtsextremismus-hetze-plattform-gemeinnuetzigkeit Die Zeit: Rechtsextreme Hetze mit Spendenvorteil]&lt;br /&gt;
# [https://www.tagesspiegel.de/politik/portal-jouwatch-rechte-propaganda-plattform-sucht-asyl-in-sachsen/22934370.html Tagesspiegel: Jouwatch sucht „Asyl in Sachsen“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Desinformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsextremismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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