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	<title>Gerhard Klügl - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T11:28:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Gerhard_Kl%C3%BCgl&amp;diff=1227&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Gerhard Klügl» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:29:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Gerhard Klügl» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Der 1946 geborene Gerhard Klügl aus Ruggell praktiziert seit Jahrzehnten als sogenannter Aurachirurg, ohne medizinische Ausbildung. Seine Methode umfasst scheinbare Operationen in der angeblichen Energiehülle des Menschen – begleitet von Klängen, die an echte Operationen erinnern.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Patentprüfer zum Energieheiler ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_d1959c05_300px-Kluegl1.jpg|thumb|right|Vom Patentprüfer zum Energieheiler]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerhard Franz Klügl absolvierte zunächst eine bürokratische Laufbahn: Bis 1972 arbeitete er beim Deutschen Patentamt in München, danach ernährte er sich aus einer eigenen Patentrecherche-Agentur. Ohne medizinisches Studium widmete er sich ab den späten 1980er-Jahren alternativen Heilmethoden. In Eigenangaben führte er England-Aufenthalte bei Geistheilern sowie Kurse in Baubiologie dazu, dass er sich auf „feinstoffliche Energien“ und Wasseraderkunde spezialisierte. Seit 1988 bezeichnet er sich als „Aurachirurg“ und gibt an, mehr als 10.000 Eingriffe in der menschlichen Aura vollzogen zu haben. Eine Approbation als Arzt oder eine Heilpraktiker-Erlaubnis liegt ihm nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inszenierung ohne Skalpellkontakt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_d1959c05_300px-Kluegl3.jpg|thumb|left|Inszenierung ohne Skalpellkontakt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klügls Manipulationen finden ausschließlich oberhalb der Haut statt. Er bedient sich realer chirurgischer Instrumente – Skalpelle, Scheren, Laserpointer –, führt sie jedoch stets einige Zentimeter vor der Körperoberfläche. Patienten sitzen oder liegen voll bekleidet, während hinter ihnen Metallbesteck laut aus Schalen gehoben und wieder fallen gelassen wird. Scherenschnitte durch die Luft, das Aufeinanderklappen von Instrumenten und gezielte Fragen nach früheren Beschwerden erzeugen eine Bühnensituation, die an einen operativen Eingriff erinnert. Der Einsatz sogenannter Kirlian-Fotografien sowie kinesiologischer Muskeltests verleiht dem Setting den Anstrich technischer Objektivität, gilt jedoch in der Fachwelt als pseudowissenschaftlich. Als Heilziel nennt Klügl unter anderem Bandscheibenbeschwerden, Arthrosen, Magen-Darm-Entzündungen, Gallensteine oder Zahnherde; systematische Daten liegen nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Netzwerke, Preise und geschäftliche Strukturen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_d1959c05_300px-Kluegl5.jpg|thumb|right|Netzwerke, Preise und geschäftliche Strukturen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 erhielt Klügl den „Alternativen Europäischen Medizinpreis“ der Ingeborg Gebert-Heiß-Stiftung, einer Organisation, die sich zuvor auch für die umstrittene „Germanische Neue Medizin“ einsetzte. Die Stiftung ist mittlerweile aufgelöst; die Auszeichnung an Klügl war ihre letzte. Seit 2003 ist er Mitglied in der Gesellschaft für Biophysikalische Medizin (GMB) sowie einer „Spiritual Energy Association“. 2009 trat er in Kontakt zur Wiesbadener Privatklinik NERM um Viktor Zyganow, der sich unter anderem auf eine Titelvergabe der Moskauer „Internationalen Interakademischen Union“ beruft, die von deutscher Seite als Titelmühle eingestuft wird. 2017 gründete Klügl gemeinsam mit dem Arzt Mathias Künlen und der Liechtensteiner Unternehmerin Cornelia Hanselmann die Aktiengesellschaft „IFA Institut für Aurachirurgie“ mit einem Stammkapital von 50.000 Schweizer Franken. Laut Handelsregister dient die AG der „auramedizinischen Forschung“, der Durchführung von Seminaren, Vorträgen und dem Handel mit Waren aller Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Wirkung und mediale Selbstdarstellung ==&lt;br /&gt;
Einen breiteren Bekanntheitsgrad erreichte Klügl durch die Dokumentation „Ich bin ein Weltenmensch“ von Giselle Camenisch, die 2009 auf arte zero und 2010 auf 3sat ausgestrahlt wurde. Der Filmemacher Clemens Kuby widmete ihm ebenfalls eine filmische Reportage. In Interviews, etwa bei „Querdenken TV“ im Januar 2014, berichtete Klügl von 13.000 Behandelten und von Fällen, in denen Diabetes verschwand oder ein operativ entfernter Eierstock nachwuchs. Als Erklärungsrahmen dienen ihm Begriffe wie „morphogenetische Felder“ oder Heisenbergs Unschärferelation, ohne dass konkret nachvollziehbare Studien geliefert würden. Auf seiner Webseite veröffentlicht er Fotos mit kreisrunden Lichtreflexen (Orbs), die er als Ausdruck von Geistwesen deutet; die Bildentstehung lässt sich jedoch durch Staubpartikel vor der Objektivlinse bei Blitzaufnahmen naturwissenschaftlich erklären.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Diagnoseanspruch und Patientengefährdung ==&lt;br /&gt;
Fachseiten für Wissenschaftsaufklärung bemängeln, dass Klügl schwerwiegende Erkrankungen lediglich mit Energiekonzepten zu erfassen beansprucht und Patienten so von evidenzbasierter Therapie abhalten könne. Durch Zeitverzögerung bei korrekter Diagnose und Behandlung drohe gesundheitlicher Schaden. Die vorgebliche Kommunikation mit verstorbenen „Ärzte-Entitäten“, die ihm assistieren, entspricht laut Kritikern dem brasilianischen Vorbild von „Dr. Fritz“-Kulten. Der US-amerikanische Psychologe Gary E. Schwartz, auf dessen Kirlian-Experimente sich Klügl beruft, wurde wiederholt vorgeworfen, statistisch unzulängliche Designs zu verwenden und selektiv pro-parapsychologische Probanden auszuwählen. Das Angebot des Skeptikers James Randi, eine Million US-Dollar für den wissenschaftlichen Nachweis medialer Fähigkeiten auszuzahlen, lehnte Schwartz ab. In Deutschland existieren keine von unabhängiger Seite bestätigten Studien, die einen über den Placebo-Effekt hinausgehenden Nutzen der Aurachirurgie belegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://programm.ard.de/TV/3sat/2010/06/28/ich-bin-ein-weltenmensch/eid_280075890260775?list=main&amp;amp;archiv=1 3sat-Sendung „Ich bin ein Weltenmensch“ vom 28. Juni 2010]&lt;br /&gt;
# [http://www.wienerzeitung.at/meinungen/kommentare/42170_Wer-heilt-hat-recht.html Wiener Zeitung: Kritische Betrachtung des Films über Klügl, 29. Juni 2010]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* [http://www.csicop.org/si/show/how_not_to_test_mediums_critiquing_the_afterlife_experiments Ray Hyman: How Not to Test Mediums: Critiquing the Afterlife Experiments. Skeptical Inquirer, Mai 2003]&lt;br /&gt;
* [http://skepdic.com/essays/gsandsv.html Robert Todd Carroll: Gary Schwartz&amp;#039;s Subjective Evaluation of Mediums. Skeptic’s Dictionary, 2007]&lt;br /&gt;
* [https://doi.org/10.1089/107555303321222974 Bell IR et al.: Gas Discharge Visualization Evaluation of Homeopathic Medicines. Journal of Alternative and Complementary Medicine, 2003]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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