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	<title>Fritz-Albert Popp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T09:23:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Fritz-Albert_Popp&amp;diff=783&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Fritz-Albert Popp» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:06:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Fritz-Albert Popp» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Biophysiker Fritz-Albert Popp widmete sich jahrzehntelang der Erforschung ultraschwacher Lichtemissionen aus Zellen. Seine Thesen zu kohärentem „Lebenslicht“ und einem lichtgesteuerten Zellinformationssystem stoßen in der Wissenschaft auf deutliche Kritik.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der Universität zum privaten Institut ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_9d87807e_Fapopp.jpg|thumb|right|Fapopp.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fritz-Albert Popp, geboren am 11. Mai 1938 in Frankfurt am Main, promovierte und habilitierte in Biophysik an der Universität Marburg. Nach eigenen Angaben verließ er die Hochschule 1980 im Streit und gründete kurz darauf in der ehemaligen „Raketenstation Neuss“ den eingetragenen Verein International Institute of Biophysics e. V. (IIB). Dort arbeitete ein kleines Team an der Messung und Auswertung ultraschwacher Lichtemissionen biologischen Ursprungs. Formal kein Unternehmen, sondern ein privater Forschungsverein, versuchte das IIB bis zu seiner Auflösung 2010 auch kommerzielle Anwendungen für das Messverfahren zu etablieren. Popps Sohn Alexander, gelernter Zahntechniker, war von 2003 bis 2010 als „wissenschaftlicher Assistent“ dort tätig. Nach dem Aus für das IIB firmierte die 2009 gegründete Firma Quantica in Neuss unter dem Namen „Fritz-Albert-Popp-Institut“ weiter; Geschäftsführer war zeitweise ebenfalls Alexander Popp.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messungen an Zellen und Flüssigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_9d87807e_Iib.jpg|thumb|left|Messungen an Zellen und Flüssigkeiten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Popp befasste sich mit der seit den 1950er Jahren bekannten ultraweak chemiluminescence, einer extrem schwachen Lichtaussendung, die bei oxidativen Stoffwechselprozessen in lebenden Zellen auftritt. Er prägte dafür den Begriff „Biophotonen“ und postulierte, diese Photonen seien kohärent – also wellenlängenrein und phasenstabil – und dienten der Zellkommunikation. Ein wissenschaftlicher Nachweis für eine von gewöhnlichen Photonen abweichende Lichtart liegt nicht vor. Um die angebliche „Qualität“ von Wasserproben zu bewerten, entwickelte Popp ein Messverfahren, bei dem die Flüssigkeit zwischen zwei Elektroden bei etwa 20 Volt elektrisch angeregt und die anschließende schwache Leuchtdauer registriert wird (Patentschrift DE 4401169 C2, erteilt 2003). Je länger die Nachleuchtdauer, desto „besser“ sei die Probe – eine Bewertungslogik, die in der analytischen Chemie nicht etabliert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnoseansprüche und Regulationsmodelle ==&lt;br /&gt;
Aufbauend auf den Messungen propagierte Popp ein hypothetisches „zelluläres Informationssystem“, das über Lichtsignale gesteuert werde. Daraus entwickelte sich die sogenannte Regulationsdiagnostik nach Popp und Yan, die Krankheitszustände allein aus der statistischen Verteilung von Hautwiderstandsmesswerten ableiten will. In Interviews behauptete Popp, Tumorzellen ließen sich durch ihre Biophotonen-Emission eindeutig von gesunden Zellen unterscheiden – eine Aussage, die in der klinischen Onkologie keine Entsprechung hat. Auch für die Homöopathie sah er einen experimentellen Beleg: Werde ein Erreger in eine Blutprobe gegeben, reagiere eine zweite, räumlich getrennte Blutprobe ebenfalls mit veränderter Lichtemission, sofern keine lichtundurchlässige Trennwand stehe. Diese Experimente wurden nicht in anerkannten Fachjournalen reproduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gutachten für kommerzielle Produkte ==&lt;br /&gt;
Zwischen 2003 und 2009 stellte das IIB zahlreiche Gutachten für Hersteller von Wasserbelebungsgeräten, Infrarotlampen oder „bioenergetischen“ Massagegeräten aus. Die Liste reicht vom AGROenergon, das über „elektrohomöopathische Frequenzmuster“ Pflanzenwachstum steigern soll, bis zum UMH-Wasseraufbereiter, dessen „vitalisiertes“ Wasser angeblich Gurken zu höherer Biophotonen-Emission verhalf. Auch der Power-light-stone, ein Untersetzer aus Naturstein, sollte Öl nachweislich „energetisieren“: Popp attestierte eine 7,3-fach höhere Emission und 5,1-fach längere Speicherung von Biophotonen. Für die Bionic-880-Infrarotlampe wurden an neun Probanden Regulationsmessungen durchgeführt; das Fazit fiel „sehr positiv“ aus. Kritiker werfen Popp vor, mit solchen Gutachten pseudowissenschaftliche Produkte aufzuwerten, ohne belastbare Kontrollstudien zu liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Anerkennung und Kritik ==&lt;br /&gt;
Popps Behauptung, an der Princeton University geforscht zu haben, bezieht sich auf das private International Consciousness Research Laboratories (ICRL), das nicht zur Universität gehört. Seine Mitgliedschaft in der New York Academy of Sciences ist ein kostenpflichtiges Eintrittsmodell, die Aufnahme in die Russische Akademie der Naturwissenschaften (RANS) gilt als nicht selektiv. Die Annahme kohärenten Lichts aus Zellen wird von Physikern und Biophysikern wegen fehlender reproduzierbarer Nachweise zurückgewiesen. Auch die postulierten „Akupunktur-Leitbahnen“, die Popp angeblich mit Biophotonen-Kameras sichtbar gemacht hatte, konnten unabhängig nicht bestätigt werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert seit 2002 unter dem Stichwort „Biophotonik“ optische Technologien für Diagnostik und Therapie – ein Schwerpunkt, bei dem Popp selbst keine Mittel erhielt und dessen Begriff er sich daher rechtlich nicht allein beanspruchen konnte. Nach seinem letzten öffentlichen Auftritt im Juli 2013 zog sich Popp zurück; er starb am 4. August 2018 in Meerbusch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wir sind primär nicht Kalorienfresser, auch nicht Fleischfresser, Vegetarier oder Allesfresser, sondern Ordnungs- und Lichtsäuger. — Popp, F.-A.: Die Botschaft der Nahrung&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Wir leben nicht von Substanzen, sondern von Informationen. Wesentlich ist nicht die Verbrennung, sondern die Lichtspeicherung. Der Mensch ist ein Lichtorganismus. — Popp, F.-A.: Die Botschaft der Nahrung&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [https://depatisnet.dpma.de/DepatisNet/depatisnet?action=bibdat&amp;amp;docid=DE004401169C2 Patentschrift DE 4401169 C2]&lt;br /&gt;
# [https://www.biophotonik.org Förderinitiative Biophotonik des BMBF]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Popp, F.-A.: Die Botschaft der Nahrung. Kohärentes Licht und Lebensenergie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
# [http://www.geolino.de/GEO/import_nicht_zugeordnet/3357.html Interview in GEO Magazin 02/2005]&lt;br /&gt;
# [http://www.umh.at/pdf/gutachten_popp_gurken.pdf Gutachten zu UMH-vitalisiertem Wasser (2006)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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