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	<title>Electro Cancer Therapy - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T09:16:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Electro_Cancer_Therapy&amp;diff=1587&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Electro Cancer Therapy» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:52:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Electro Cancer Therapy» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Schwache Gleich- oder Wechselströme sollen Krebszellen zerstören – diese Idee zieht sich durch mehrere Jahrzehnte alternativer Onkologie. Überblick über Verfahren, Anbieter, Risiken und den aktuellen Forschungsstand.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Galvanischen Bad zur Elektro-Krebstherapie – historische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_4a8c5d1c_Ect.jpg|thumb|right|Vom Galvanischen Bad zur Elektro-Krebstherapie – historische Entwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1926 berichtete der französische Dermatologe Ferdinand Jean Darier über die Behandlung von Tumoren mit schwachem Gleichstrom, die er als „Galvanotherapie“ bezeichnete. In der Folge erschienen vereinzelte Publikationen aus der Sowjetunion und China, ohne dass sich die Methode durchsetzte. Eine neue Welle erlebte das Konzept in den 1980er-Jahren: Der schwedische Radiologe Björn Nordenström prägte die Begriffe „Elektro-Chemo-Therapie“ (EChT) bzw. „Electrolytic Ablation of Tumors“ (EAT), nachdem er bei tierexperimentellen Arbeiten eine schlechte Prognose durch elektrische Felder beeinflusst zu haben glaubte. Parallel hierzu entwickelte der österreichische Arzt Rudolf Pekar in Bad Ischgl ein ähnliches Verfahren, das er 1988 erstmals publizierte und das sich später als „Bio-Elektro-Therapie nach Pekar“ (BET) oder „Perkutane Elektro-Tumortherapie“ (PECT) verbreitete. Seitdem tauchen in deutschsprachigen Ländern zahlreiche Bezeichnungen auf: Electro Cancer Therapy (ECT), Tumor-Galvanolyse, „Weak Current“-Therapie oder ECC (Electro-Cancer-Cure). Allen gemeinsam ist der Versuch, Tumorgewebe durch applizierte Ströme zu schädigen oder zu zerstören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Grundprinzipien: Gleichstrom, Wechselstrom und modulierte Felder ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_4a8c5d1c_320px-ECT.jpg|thumb|left|ECT.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Variante arbeitet mit Gleichspannungen zwischen 10 V und 35 V, die über Flach- oder Nadelelektroden in das Tumorareal eingeleitet werden. Bei einem typischen Gewebewiderstand von 150 Ω ergeben sich Stromstärken um 60–75 mA; die Gesamtladung pro Behandlung wird mit 35–90 Coulomb pro Milliliter Tumorvolumen angegeben. Einzelbehandlungen können bis zu drei Stunden dauern und werden mehrtägig wiederholt. Anbieter versprechen eine „aseptische Nekrose“, bei der angeblich nur maligne Zellen absterben und gesundes Gewebe verschont bleibe. Teilweise wird behauptet, dass sich Tumorzellen sogar in harmlose Fibroblasten „umwandeln“ würden – ein biologischer Vorgang, für den es keine experimentelle Evidenz gibt. Daneben existieren Wechselstrom-Varianten wie die 2015 vom indonesischen Unternehmer Warsito P. Taruno propagierte ECCT (Electro-Capacitive Cancer Therapy). Patienten erhalten maßgeschneiderte Kleidungsstücke mit integrierten Elektroden, die sie rund um die Uhr tragen sollen. Die indonesische Gesundheitsbehörde untersagte die Anwendung, nachdem 6 000 Menschen mit einem nicht zugelassenen System behandelt worden waren; Taruno zog nach Polen weiter, wo er laut eigenen Angaben am Curie-Institute of Oncology in Warschau arbeitet. Eine weitere Spielart ist die „Sennex-Tumor-Therapie“ nach Ulrich Warnke, die mit pulsierenden Feldern operiert. Geräte vertreiben unter anderem die Firmen Poduschka (BET-7, BET-8), BIOPHOX/GUTH (ECT-PLUS) und Medizin-Gerätebau Helkueb (Tumex). Keines dieser Systeme besitzt eine europäische Zulassung als Medizinprodukt für die onkologische Indikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Faktenradar_4a8c5d1c_Rudolf_Pekar.jpg|&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [https://www.3sat.de/page/?source=/nano/medizin/183867/index.html 3sat-Nano-Beitrag: „Tödliche Alternative – Krebs lässt sich nicht mit Elektroden heilen“]&lt;br /&gt;
# [http://www.swr.de/odysso/toedliche-scharlatanerie-sanfte-medizin-und-die-folgen/-/id=1046894/did=16129302/nid=1046894/llx2l1/index.html SWR-Dokumentation: „Tödliche Scharlatanerie – Sanfte Medizin und ihre unsanften Folgen“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Vogl TJ, Mayer HP, Zangos S, et al.: Prostate Cancer: MR Imaging–guided Galvanotherapy—Technical Development and First Clinical Results. Radiology 2007; 245(3): 855-862.&lt;br /&gt;
* Sahinbas H, Baier J, Grönemeyer DHW: Ergebnisse der Galvanotherapie (ECT) bei lokal begrenzten Tumoren. Institut für Radiologie und MikroTherapie, Bochum 2001.&lt;br /&gt;
* Matsushima Y et al.: Clinical and experimental studies of anti-tumoural effects of Electrochemical Therapy (ECT) alone or in combination with chemotherapy. Eur J Surg 1994; 574(Suppl): 59-67.&lt;br /&gt;
* Xin YL: Advances in the treatment of malignant tumours by Electrochemical Therapy (ECT). Eur J Surg 1994; 574(Suppl): 31-36.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
# [https://www.psiram.com/de/index.php/Electro_Cancer_Therapy#cite_ref-1 OLG Frankfurt, Urteil v. 25.02.2010 – 3 U 168/09; OLG Köln, VersR 2010, 621: ECT-Kosten sind nicht erstattungsfähig.]&lt;br /&gt;
# [https://www.psiram.com/de/index.php/Electro_Cancer_Therapy#cite_ref-2 OLG Frankfurt, Urteil v. 20.10.2012 – 3 U 278/11: Auch CT/MRT im Zusammenhang mit ECT bleibt unvergütet.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pseudomedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bioresonanz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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