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	<title>Christoph Hörstel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T09:23:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Christoph_H%C3%B6rstel&amp;diff=977&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Christoph Hörstel» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:17:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Christoph Hörstel» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Der 1956 geborene Journalist war jahrelang Nahost-Experte der ARD, gründete später zwei Kleinstparteien und vertritt seit Jahren scharfe Kritik an westlichen Geheimdiensten sowie an der deutschen Außenpolitik.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Von der ARD in die Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_0c44bf06_320px-AUF1_TV_Stefan_Magnet_Christoph_Hoerstel_2022_02_24.jpg|thumb|right|Von der ARD in die Politik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christoph R. Hörstel, geboren 1956 in Bremen, studierte in München Sinologie, Französisch und Spanisch und schloss 2002 an der Universität Basel ein Masterstudium in Marketingstrategie ab. Bereits 1985 begann er als Fernsehjournalist für die ARD, berichtete als Sonderkorrespondent aus Afghanistan, Pakistan, Kaschmir, Indien, dem Irak, dem Iran, Jordanien und Syrien und moderierte nach eigenen Angaben rund 2.500 Livesendungen. 1999 wechselte er als Leiter Bereichskommunikation zu Siemens Mobile und gründete 2001 die Münchner Beratungsfirma „Hörstel Networks“. Parallel arbeitete er als Coach für ISAF-Führungskräfte der Bundeswehr und war Gastdozent am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik in Hamburg. Sein mediales Interesse richtete sich fortan auf alternative Deutungen internationaler Krisen; so behauptete er 2001 während des Taliban-Sturzes als einziger westlicher Reporter in Kabul zu sein, ein Visum, das er über Kontakte zum afghanischen Warlord Gulbuddin Hekmatyār erhalten hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteigründungen und Wahlergebnisse ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_0c44bf06_320px-Christoph_Hoerstel_AZK_12.jpg|thumb|left|Parteigründungen und Wahlergebnisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Sommer 2009 rief Hörstel die Bewegung „Neue Mitte“ ins Leben, deren Leitbild „Gerechter Friede – sozialer Fortschritt“ lautete. Im August 2013 trat er aus dieser Gruppierung aus und gründete die „Deutsche Mitte“, aus der er 2017 wieder austrat. Bei der Bundestagswahl 2017 bewarb er sich als Einzelkandidat im Potsdamer Wahlkreis und erreichte 0,4 Prozent der Erststimmen. Programmatisch forderte er unter anderem den Ausstieg Deutschlands aus der NATO-Kommandostruktur, Visafreiheit mit Russland und eine „ethische Grundausrichtung“ der Politik. In Interviews bekannte sich Hörstel dazu, von Arbeitslosengeld II zu leben; bis 2019 war er nach eigenen Angaben privatinsolvent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Thesen zu Afghanistan und den USA ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_0c44bf06_320px-Christoph_Hoerstel_Wetterwaffen_KLA_TV_Juli_2021.jpg|thumb|right|Thesen zu Afghanistan und den USA]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hörstels zentrale These lautet, dass die USA den Krieg in Afghanistan bereits vor dem 11. September 2001 geplant hätten. Er beruft sich dabei auf Recherchen des US-Journalisten Bob Woodward und des ehemaligen US-Sicherheitsberaters Robert McFarlane. Dem ehemaligen pakistanischen General Mirza Aslam Beg zufolge stützt sich dessen Aussage, Washington habe im April 2001 Truppeneinsätze vorbereitet, auf Hörstels Recherchen beim pakistanischen Geheimdienst ISI. In seinem 2008 erschienenen Buch „Brandherd Pakistan“ prägte Hörstel den Begriff „Terrormanagement“: Die CIA unterstütze über den ISI heimlich die Taliban, um eine dauerhafte Rechtfertigung für die Stationierung US-Truppen zu schaffen. Ein Gespräch mit einem Teilnehmer der wöchentlichen Geheimdienstlage im Bundeskanzleramt habe ergeben, dass auch der deutsche Auslandsgeheimdienst BND von dieser Doppelstrategie wisse. 2007 legte er einen dreistufigen Friedensplan für Afghanistan vor, der den Abzug aller ausländischen Soldaten binnen drei Jahren vorsah und nach eigenen Angaben mit den Taliban, Hekmatyār und afghanischen Ministerien abgestimmt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Positionen zum Nahostkonflikt und zu Deutschland ==&lt;br /&gt;
Im Februar 2012 erklärte Hörstel im deutschen Programm des iranischen Senders IRIB, Deutschland trage „überhaupt keine Verantwortung für die Sicherheit Israels, auch nicht für das Existenzrecht Israels“. Die 2007 von Kanzlerin Merkel verkündete Formel „Israels Sicherheit zur deutschen Staatsräson“ bezeichnete er als „Politik des Hochverrats“. Bereits 2008 hatte er in einem offenen Brief an den israelischen Botschafter angekündigt, die Palästinapolitik der Bundesregierung „mit politischen Mitteln zertrümmern“ zu wollen. Joachim Gauck nannte er wegen dessen DDR-Vergangenheit „erpressbar“ und forderte, ihn nach einem Machtwechsel „liegend in den Saal zu schieben“. Weiter behauptet Hörstel, die Bundesrepublik stehe unter „amerikanischer Kolonialherrschaft“; westliche Medien erzeugten ein „verbrecherisches Defizit an Wissen“; die NATO betreibe im Nahen Osten einen „blutigen Lügen- und Mordzirkus“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschwörungstheorien und öffentliche Kritik ==&lt;br /&gt;
Nach dem Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ im Januar 2015 postulierte Hörstel auf Facebook, westliche Geheimdienste stünden hinter dem Attentat. Als Beleg führte er unter anderem die Lichtreflexion an Motorradspiegeln an und verbreitete eine Karikatur des brasilianischen Zeichners Carlos Latuff. 2016 entwickelte er die sogenannte „Blitzableiter-Verschwörung“, wonach Hausblitzableiter Teil geheimer Geo-Engineering-Programme deutscher Behörden seien. Medien halten Hörstel seit Jahren für weitgehend „diskreditiert“ (Spiegel Online). Die Frankfurter Allgemeine Zeitung warf ihm vor, ein „politisch hochbewusst kalkulierender Lobbyist der Taliban“ zu sein; Die Welt konterte seine Afghanistan-Analysen mit dem Hinweis, Soldaten kämen nicht zur Staatsgründung, sondern um „Bin Ladens Gotteskrieger zu bekämpfen“. Publikative.org bezeichnet ihn als „Verschwörungsideologen“, der sich insbesondere durch Nähe zum 9/11-Truth-Milieu und zur Chemtrails-Szene delegitimiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitate ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ich verließ die ARD, weil ich die Lügerei nicht mehr mitorganisieren wollte. — Interview, zitiert nach Quelle [2]&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Deutschland hat seit 2007 durch Frau Merkel – aufgrund amerikanischer Interessen – Israels Sicherheit zur Staatsräson Deutschlands erklärt. Das kann man nur als eine Politik des Hochverrats bezeichnen. — IRIB – World Service, 07.02.2012&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Gauck ist der sichere Untergang – und womöglich zu alt für jeden Prozess, wenn alles zusammenbricht und neue Kräfte die Regierung übernehmen. Wir werden ihn notfalls liegend in den Saal schieben. — NuoViso, 21.02.2012&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://www.hoerstel.ch Hörstels Homepage]&lt;br /&gt;
# [http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/2.1715/verblueffende-mischung-1516692.html Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.02.2008: Verblüffende Mischung]&lt;br /&gt;
# [http://www.welt.de/welt_print/article2255388/Frieden-ohne-Plan.html Die Welt, 26.07.2008: Frieden ohne Plan]&lt;br /&gt;
# [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/piraten-ringen-um-positionen-zur-aussenpolitik-a-836801.html Spiegel Online, 06.06.2012: Stunde der Freaks]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* Sprengsatz Afghanistan. Die Bundeswehr in tödlicher Mission&lt;br /&gt;
* Brandherd Pakistan. Wie der Terrorkrieg nach Deutschland kommt&lt;br /&gt;
* Afghanistan-Pakistan: NATO am Wendepunkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Desinformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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