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	<title>Bohemian Grove - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T09:16:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Bohemian_Grove&amp;diff=1554&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Bohemian Grove» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T23:51:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Bohemian Grove» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Seit 1899 treffen sich mächtige Politiker, Unternehmer und Künstler im kalifornischen Bohemian Grove. Die geheimen Treffen des Bohemian Club stoßen auf Kritik – und inspirieren zahlreiche Verschwörungserzählungen.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anfang als Journalistenverein – heute Zuflucht der US-Elite ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_a1a2a164_Bgeule.jpg|thumb|right|Anfang als Journalistenverein – heute Zuflucht der US-Elite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bohemian Club entstand 1872 in San Francisco als Zusammenschluss von Journalisten und Künstlern. Der Name spielte auf Henri Murgers Roman „Szenen aus dem Bohemerleben“ an, der das Bild des freien, unkonventionellen Künstlerlebens prägte. Patron des Clubs ist der böhmische Heilige Johannes Nepomuk. 1899 erwarb der Verein ein 11 km² großes Waldstück am Russian River, rund 120 km nördlich von San Francisco gelegen. Seitdem finden dort jährliche Sommercamps statt, die unter strikter Ausschluss der Öffentlichkeit verlaufen. Die Mitgliederzahl wird auf etwa 2.500 geschätzt; aufgenommen werden ausschließlich Männer, und zwar auf Vorschlag zweier Clubbrüder. Die Warteliste soll zwischen 15 und 20 Jahre betragen, in Ausnahmefällen sei auch eine kürzere Frist möglich. Beim Eintritt fällt eine Gebühr von 25.000 US-Dollar an, jährlich sind rund 5.000 US-Dollar Beitrag fällig. Ehrenmitgliedschaften für Frauen wurden vereinzelt vergeben, doch das weibliche Geschlecht erhält nur an wenigen Tagen Zutritt; ab 21 Uhr müssen Gäste und Familienangehörige das Gelände verlassen. Die interne Rangordnung spiegelt sich in über 100 Camps wider: Das Mandalay-Camp gilt als besonders elitär, hier sollen Henry Kissinger oder George Shultz logiert haben, während George H. W. Bush und Donald Rumsfeld dem Camp „Hill Billies“ zugerechnet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rituale, Theater und Lakeside Talks ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_a1a2a164_300px-Bg1.jpg|thumb|left|Rituale, Theater und Lakeside Talks]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentrales Erkennungszeichen des Clubs ist die 14 m hohe steinerne Eule „Owl Shrine“, die Mitte der 1920er-Jahre vom Bildhauer Haig Patigian entworfen wurde. Eulen-Motive finden sich auf Kleidung, Bauten und Gerätschaften. Höhepunkt jeden Treffens ist das am ersten Juli-Wochenende inszenierte „Cremation of Care“. Dabei bringen in Kapuzen gehüllte Akteure eine etwa vier Meter lange Holzpuppe („Mr. Dull Care“) auf einem Boot über einen künstlichen See, stellen sie auf einen Altar und verbrennen sie bei Feuerwerk. Die Inszenierung soll symbolisch die Abnahme von Sorgen bedeuten; aus Brandschutzgründen steht die Feuerwehr von Monte Rio bereit. Die Tradition geht auf den New Yorker Rechtsanwalt Joseph D. Redding zurück, der 1893 das erste derartige Spektakel konzipierte. Die Gesamtkosten für Theater, Orchester und Feuerwerk sollen zeitweise 100.000 US-Dollar erreichen. Tagsüber finden sogenannte Lakeside Talks statt: Redner – oft hochrangige Politiker oder Militärs – informieren die Anwesenden hinter verschlossenen Türen über sicherheits- oder wirtschaftspolitische Themen. Handys sind verboten, Kameras nur in einzelnen Camps erlaubt, ein Fax-Service existiert nicht; eingehende Nachrichten werden zentral abgeholt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geheimtreffen oder harmlose Erholung? Berichte von Insidern ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_a1a2a164_Bg3.jpg|thumb|right|Geheimtreffen oder harmlose Erholung? Berichte von Insidern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der strikten Medienabriegelung basiert Wissen über das Geschehen vor Ort auf vereinzelten Gastberichten und illegalen Videoaufnahmen. Der Journalist Philip Weiss gelangte 1989 sieben Tage lang als Gast auf das Gelände und beschrieb eine Atmosphäre, die an eine „High-School-Jungs-Camp“ erinnere: Alkoholkonsum, Zigarrenrauch trotz Waldbrandverbot, der Hang zum Urinieren an Redwood-Bäumen („Pee-Pee“) und der Genuss über die Abwesenheit von Ehefrauen. Gleichzeitig beobachtete er informelle Treffen, in denen Politik und Wirtschaft diskutiert wurden. Der Schauspieler Harry Shearer parodierte den Club 2002 in der Satire „The Teddy Bears&amp;#039; Picnic“. Der Radiomoderator Alex Jones drang im Sommer 2000 unerlaubt ein und verbreitete ein Video mit versteckten Aufnahmen der „Cremation of Care“. Seine Darstellung, wonach es sich um ein okkultes Ritual handele, wurde vielfach zitiert und bildet bis heute eine Grundlage für Verschwörungserzählungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verschwörungserzählungen: von Moloch-Opfern bis Kinderhandel ==&lt;br /&gt;
Seit den 1980er-Jahren kursieren Theorien, wonach in Bohemian Grove satanische Rituale stattfänden oder gar Menschen geopfert würden. Jones und andere behaupteten, die Eulenfigur sei mit der Baphomet-Symbolik oder dem kanaanitischen Gott Moloch identisch; dabei wird auf antike Göttinnen wie Minerva oder Athena sowie auf die sumerische Gestalt Lilith verwiesen. Tatsächlich zeigen veröffentlichte Filmsequenzen eine Puppe aus Holz und Draht, die verbrannt wird; konkrete Hinweise auf Menschenopfer fehlen. Im März 2009 verbreitete der Aktivist Jessie Marsson im RBB-Fernsehen die These, zahlreiche Politiker „bete einen komischen Baphometen in San Francisco an“. Der Boxer Ryan Garcia erklärte 2024 via Social Media, er sei im Wald entführt, zu pornografischen Zwangsschauungen genötigt und Zeuge von Kindesmissbrauch geworden; Beweise legte er nicht vor. Auch die Behauptung, auf dem Gelände befänden sich Folterkammern, führte 2002 zum bewaffneten Einbruch des „Phantom Patriots“ Richard McCaslin. Der 37-jährige ehemalige Feuerwehrmann aus Carson City drang mit Halbautomatikwaffe, Armbrust und selbstgebautem Granatwerfer ein, um vermeintliche Kindermörder zu stellen. Er fand niemanden vor, zündete später zwei Holzhäuser an und wurde von der Polizei verhaftet. Ein Gericht verurteilte ihn wegen schwerer Bedrohung, Brandstiftung und Diebstahls; seit Mai 2008 ist er wieder auf freiem Fuß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung und Fazit: Netzwerkort mit Symbolcharakter ==&lt;br /&gt;
Soziologen wie G. William Domhoff werten Bohemian Grove als „policy-planning resort“, an dem sich Führungspersonal lockerer als in formellen Gremen austauscht. Die Mischung aus exklusivem Netzwerk, sichtbaren Riten und strikter Geheimhaltung bietet Nährboden für Spekulationen. Dabei lassen sich weder satanische Praktiken noch illegale Machenschaften belegen; die meisten Vorwürfe basieren auf Interpretationen öffentlich einsehbarer Inszenierungen. Gleichwohl bleibt der Club ein bevorzugtes Ziel für Aktivisten, die elitäre Einflussnahme hinter verschlossenen Tüern kritisieren. Die Verbindung von Politik, Wirtschaft und Militär in einer abgeschotteten Waldidylle sichert Bohemian Grove seine besondere Rolle in der amerikanischen Debatte über Transparenz und Machtkonzentration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [http://sociology.ucsc.edu/whorulesamerica/power/bohemian_grove.html University of California Santa Cruz: Power Structure Research – Bohemian Grove]&lt;br /&gt;
# [http://sunsite.berkeley.edu/FindingAids/dynaweb/calher/bohemian/figures/ Berkeley Finding Aid – Bohemian Club Records]&lt;br /&gt;
# [http://www.sfgate.com/cgi-bin/article.cgi?f=/c/a/2002/01/24/MN115878.DTL San Francisco Chronicle: Phantom-Patriot-Einbruch 2002]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
# [http://sociology.ucsc.edu/whorulesamerica/power/bohemian_grove.html Domhoff, G. William: Social Cohesion &amp;amp; the Bohemian Grove, UC Santa Cruz, April 2005]&lt;br /&gt;
# [http://sociology.ucsc.edu/whorulesamerica/power/bohemian_grove_spy.html Weiss, Philip: „Inside Bohemian Grove“, Spy Magazine, November 1989]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Desinformation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sekte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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