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	<title>Berliner Tageszeitung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-11T12:37:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Faktenradar</subtitle>
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		<id>https://faktenradar.net/index.php?title=Berliner_Tageszeitung&amp;diff=177&amp;oldid=prev</id>
		<title>Faktenradar Redakteur: Artikel «Berliner Tageszeitung» angelegt/aktualisiert</title>
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		<updated>2026-05-10T21:19:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Artikel «Berliner Tageszeitung» angelegt/aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Online-Publikation „Berliner Tageszeitung“ präsentiert sich als deutsches liberalkonservatives Medium. Hinter ihrer juristischen Struktur und inhaltlichen Ausrichtung stehen jedoch wechselnde Eigentümer, russische Serverstandorte sowie enge Verbindungen zu Geschäftsleuten mit strafrechtlicher Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlagsstruktur und Betreiberwechsel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_abee33bd_320px-Berliner_Tageszeitung_Markus_Fiedler_2022.jpg|thumb|right|Verlagsstruktur und Betreiberwechsel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berliner Tageszeitung (BTZ) erscheint seit Dezember 2004 ausschließlich online und firmiert seit 2025 als Produkt der Legien Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Berlin. Zuvor war wiederholt die GSB Gold Standard Corporation AG aus Hamburg als verantwortliche Gesellschaft genannt worden, an der der gebürtige Kroate Josip Heit maßgeblich beteiligt ist. Die Redaktionsadresse führte wiederholt zu Coworking-Büros der Firmen Regus und Instantoffice, die Post lediglich weiterleiten. Serverstandorte befinden sich laut Datenschutzerklärung in Moskau und Kuala Lumpur; die technische Sicherung übernimmt der russische Provider RU-Center. Daten der BTZ-Domains werden zusätzlich bei PJSC VimpelCom in Moskau gespiegelt, um bei Angriffen rasch wieder verfügbar zu sein. Die inhaltliche Linie legt nicht der jeweilige Chefredakteur fest, sondern laut Impressum „die Eignerin“. Wechsel an der Spitze waren deshalb häufig: 2018 fungierte Aleksander Bulka, davor Alexander Schewtschuk, Dr. Simon Rowles und Reiko Opitz. Letzterer taucht in Medienberichten als flüchtiger Betreiber mehrerer dubioser Firmen auf; ihm wurde unter anderem vorgeworfen, Hintermann des Windows-Raubkopierers „PC Fritz“ gewesen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhaltliche Ausrichtung und Quellen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_abee33bd_320px-Berliner_Tageszeitung_Wikipedia.jpg|thumb|left|Inhaltliche Ausrichtung und Quellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die BTZ bezeichnet sich selbst als „deutsch-liberalkonservativ“ und erklärt, unabhängig von „Mainstream-Medien“ zu berichten. Faktisch überwiegen Beiträge, die Positionen der russischen Regierung übernehmen oder diese gegen Kritik verteidigen. In zahlreichen Artikeln forderte das Blatt etwa ein militärisches Eingreifen Russlands in der Ostukraine, um einen angeblichen „Völkermord“ zu stoppen. Deutschland wird wiederholt als „Vasall“ der USA charakterisiert, westliche Berichte über den Giftanschlag auf Sergej Skripal werden als Erfindung des „Westens“ bezeichnet. Als Quellen dienen überwiegend russische Staatsmedien und Agenturen wie TASS, RT, Sputnik, W.-P.-Kur’er, RIA FAN oder der TV-Sender Svezda, der dem Verteidigungsministerium untersteht. Auch Material der als „St.-Petersburger Troll-Fabrik“ bekannten Firma Glavset fließt ein. Die Orthografie orientiert sich an der Rechtschreibung vor der Reform von 1996. IVW-Abrufzahlen existieren nicht; die Reichweite ist nicht transparent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Josip Heit – vom Gerichtssaal zur Geschäftsführung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faktenradar_abee33bd_320px-Berliner_Tageszeitung_RT-DE_Ivan_Rodionov.jpg|thumb|right|Josip Heit – vom Gerichtssaal zur Geschäftsführung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Josip Heit, geboren 1977 in Split als Josip Čurčić, lebte zeitweise in Kaštela und zog später nach Deutschland. 2009 verurteilte ein Gericht in Luxemburg ihn wegen bandenmäßigen Diebstahls zu sechs Jahren Haft und einer Geldstrafe; 2012 kam er vorzeitig frei und änderte seinen Namen. Nach der Haft baute Heit ein Firmennetz rund um Gold- und Kryptogeschäfte auf. Er ist Vorstandsvorsitzender der GSB Gold Standard Banking Corporation AG, die trotz des Namens keine Banklizenz besitzt. Bekannt wurde er als Mitgründer von Karatbars, einem Unternehmen, das kleine Goldbarren und die Kryptowährung KaratGoldCoin (KBC) vertrieb. Die BaFin ordnete Ende 2019 die Rückabwicklung des Tokens an; Anleger verloren Millionenbeträge. Heit firmiert weiter über Tochtergesellschaften in Liechtenstein, Luxemburg und Großbritannien. Die Stiftung Warentest setzte die GSB wegen fragwürdiger Krypto-Anlageprodukte auf ihre Warnliste. In der Öffentlichkeit inszeniert sich Heit gern mit Luxusautos; in Rumänien kursierte ein Foto seines Bugatti Chiron, geschätzter Neupreis rund vier Millionen Euro.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vermarktung, Preise und weitere Medienprojekte ==&lt;br /&gt;
Die BTZ finanziert sich über Werbung und vergibt eigene journalistische Preise wie „Auberge Award“, „Queen of the World Award“ oder „Rubin World Traveller Award“, die außerhalb des Blatts kaum Beachtung finden. Neben der Hauptdomain betreibt Heit weitere historische Titelzeilen, deren Markenrechte er sich gesichert hat: „Le Pays de France“, „The Morning Chronicle“, „Neue Zürcher Nachrichten“, „Il Messagiere“ oder „The Japan Times“. Die Seiten erscheinen meist maschinell übersetzt in fünf Sprachen; als Herausgeberin ist stets die deutsche Legien-GmbH angegeben. Auch das „Berliner Wochenblatt“ und die „Deutsche Tageszeitung“ gehören zum Projektportfolio. Bei allen Titeln finden sich dieselben Autorenstrukturen: Teilweise werden Prominente wie Schlagersänger Andy Moor oder die Schauspielerin Yvonne Wölke genannt, teils fungieren offenbar Pseudonyme (L. Pchartschoy, V. Y. Ismailov, H. Xiang). Die Praxis, nur Initialen oder Nachnamen zu verwenden, entspricht dem Vorgehen russischer Plattformen wie „New Eastern Outlook“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontakte zu fragwürdigen Netzwerken ==&lt;br /&gt;
In Artikeln der BTZ wird wiederholt der AfD-Politiker und Berliner Rechtsanwalt Falk Rodig zitiert; Rodig fungierte zeitweise als COO der GSB-Gruppe. Weitere enge Geschäftspartner Heits sind Alex Bodi, wegen Menschenhandels verhaftet, sowie der ehemalige Fremdenlegionär Horațiu Potra. Letzterer war in Syrien, Zentralafrika und Elfenbeinküste als Söldner aktiv, geriet wegen illegalen Waffenbesitzes vor Gericht und pflegte Kontakte zur Wagner-Gruppe. Potra galt lange als Bodyguard des radikalen rumänischen Präsidentschaftskandidaten Călin Georgescu. Im Juni 2025 wurde bekannt, dass Potra mit dem US-Gesuchten Vance Boelter kommunizierte; Boelter steht im Verdacht, zwei US-Politiker erschossen zu haben. Die Red Lions Group, eine private Militärfirma im Kongo, soll Potra gehören; Boelter war dort CEO. Die Whatsapp-Gruppe „Off Leash“, in der sich Potra bewegte, wurde vom Blackwater-Gründer Erik Prince aufgebaut. Potra wird derzeit per internationalem Haftbefehl gesucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Vorbilder und Verwechslungsgefahr ==&lt;br /&gt;
Der Name „Berliner Tageblatt“ verweist auf eine traditionsreiche deutsche Tageszeitung, die von 1872 bis 1933 erschien; Autoren wie Theodor Wolff, Kurt Tucholsky oder Egon Erwin Kisch prägten das Blatt, das 1933 zwangsweise eingestellt wurde. Die heutige Online-Publikation griff dieses Erbe gezielt auf: Bereits 2008 erwog sie, eine Druckausgabe für zehn Cent zu vertreiben, und warb mit dem Zusatz „erstmals seit 1872“. Dagegen klagte der etablierte Berliner Verlag, Herausgeber der „Berliner Zeitung“, wegen Verwechslungsgefahr. Daraufhin entfernte die BTZ den historischen Zusatz und passte das Layout an. Trotzdem verweisen Domain-Registrierungen und Impressum weiter auf das klassische Tageblatt. Die BTZ ist nicht zu verwechseln mit der linken „taz“ oder der „Berliner Zeitung“, die beide unabhängige, etablierte Redaktionen unterhalten. Die Online-Ausgabe der BTZ bleibt trotz aller Umbenennungen und Domainwechsel ein Produkt mit diffuser Eigentümerstruktur, geringer Transparenz und eindeutiger politischer Agenda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
# [https://www.berlinertageszeitung.de Offizielle Seite der Berliner Tageszeitung]&lt;br /&gt;
# [https://www.gsb.gold GSB Gold Standard Corporation AG]&lt;br /&gt;
# [https://www.test.de/GSB-Gold-Standard-Banking-Corporation-Fragwuerdiges-Angebot-mit-Krypto-Coin-G999-5714127-0/ Stiftung Warentest-Warnliste GSB]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* [https://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/spot-fuer-g999-schauspielerin-sophia-thomalla-wirbt-fuer-dubioses-blockchain-projekt/26756134.html Handelsblatt: „Spot für G999 – Sophia Thomalla wirbt für dubioses Blockchain-Projekt“]&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-127194944.html Spiegel: „Kopf einer Schwindelfirma auf der Flucht“]&lt;br /&gt;
* [https://www.politico.eu/article/shadowy-warlord-behind-romania-election-calin-georgescu-far-right-horatiu-potra-george-simion/ Politico: „The shadowy warlord behind Romania’s far-right surge“]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
# Transnistrien ist völkerrechtlich Teil der Republik Moldau, wird jedoch seit 1990 von einer nicht anerkannten separatistischen Regierung kontrolliert; russische Truppen sind stationiert.&lt;br /&gt;
# Die historische Tageszeitung „Berliner Tageblatt“ erschien 1872–1933 und wurde 1933 zwangsweise eingestellt; sie steht in keiner rechtlichen Verbindung zur heutigen Online-Publikation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verschwörungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Faktenradar Redakteur</name></author>
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